ABSAGE Trainingslager

Liebe Sportler,

Aufgrund der unvorhersehbaren Corona-Situation (zurzeit noch zu wenig Impfstoff bei steigender Inzidenz) ist an eine Durchführung unseres 2. Trainingslagers – selbst unter den besten Corona-Maßnahmen – nicht zu denken.

Daher müssen wir das für Mai in Schladming geplante 2. Trainingslager offiziell absagen.

Sportliche Grüße

ENDLICH IST ES SOWEIT

Gemeinsam mit MACHSPORT und dem Sportausstatter ERIMA präsentieren wir die offizielle Ausstattungslinie des österreichischen Kleinwuchssportteams.

Ab sofort könnt ihr in unserem EIGENEN Onlineshop hochwertige Freizeit- und Sportartikel im TEAM AUSTRIA Design bestellen – zum exklusiven Vorteilspreis!

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Sportliche Grüße
Marietta und Dominik

Bewegung und Kleinwuchs

Bewegung ist für kleinwüchsige Menschen von besonderer Wichtigkeit, um eine möglichst große Selbstständigkeit aufrechtzuerhalten. Die verringerte Körpergröße lässt bereits alltägliche Aktivitäten für kleinwüchsige Menschen zur Herkulesaufgabe werden. So werden zum Zurücklegen bestimmter Distanzen wesentlich mehr Schritte benötigt und in vielen Situationen, wie beispielweise dem Treppensteigen, liegen schlechtere bzw. ungesündere Winkelverhältnisse vor. All das, wirkt sich negativ auf die Gelenke aus.

Folglich ist die Stärkung der Muskulatur für kleinwüchsige Menschen von besonderer Wichtigkeit. Hier gilt: Jede zusätzliche Bewegung ist mit einem gesundheitlichen Nutzen verbunden. Mit anderen Worten, als kleinwüchsiger Mann oder Frau sollte man sich so viel bewegen, wie es die eigene Gesundheit zulässt.

2.Trainingslager

Liebe Sportler,

Die Corona-Krise hat nicht nur das Leben eines jedes Einzelnen verändert und die gesamte Menschheit vor teils große Herausforderungen gestellt, sondern auch die Welt des Sports ordentlich durcheinander gewürfelt. So mussten Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft oder die Olympischen Sommerspiele verschoben werden und sportliche Bewerbe finden unter Ausschluss von Publikum statt. Auch die für 2021 geplanten World Dwarf Games sind betroffen und wurden auf 2022 verschoben werden.

Eine Verschiebung, die für uns durchaus auch als Positiv anzusehen ist. So bietet sie die Möglichkeit, uns noch besser und intensiver auf die Wettbewerbe vorzubereiten. Leider ist aufgrund der unvorhersehbaren Lage in diesem Jahr an kein Trainingslager mehr zu denken. Deshalb wollen wir 2021 nochmals SO RICHTIG angreifen und uns INTENSIV auf die Wettkämpfe vorbereiten.

Wir freuen uns, euch bereits den Termin für das erste Trainingslager 2021 bekanntgeben zu können. Gleich Anfang Mai wollen wir voller Motivation in die Vorbereitung für das Große Ziel World Dwarf Games 2022 starten…!

Sportliche Grüße
Marietta und Dominik

Ernährung und Kleinwuchs

Von Geburt an ist die Ernährung ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Als Teil des Alltags eines Menschen, ist die Ernährung geprägt von zahlreichen sozialen und psychischen Faktoren. Insbesondere im Zusammenhang mit gesunder Ernährung ist die soziale Erwartungshaltung besonders hoch. Wir sind in unserem Alltag mit unzähligen Mythen zu Ernährung und Diäten konfrontiert.

Der metabolische Umsatz kleinwüchsiger Menschen ist zum Teil signifikant niedriger als jener durchschnittgroßen Menschen. Darüber hinaus neigen einige Kleinwuchsformen, wie etwa die Achondroplasie, zu Übergewicht, und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken. Erhöhtes Gewicht kann bei Kleinwüchsigen schnell zu Mobilitätseinschränkungen führen.
Umso wichtiger ist es für Kleinwüchsige auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu setzen.
Im folgenden Artikel möchten wir für das Thema Gewichtszunahme und deren Folgen sensibilisieren. Ein Thema, dass in der Gesellschaft mehr denn je Aufmerksamkeit hat.
Wir wollen euch keine Diäten oder Ernährungskonzepte aufs Auge drücken, sondern Tipps und Tricks für eine gesunde und ausgewogene Ernährung geben.

Gesunde Ernährung. Unabhängig jeglicher Ernährungsmythen, ist eine ausgewogene Ernährung der Grundpfeiler für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Idealfall essen wir das, was unser Körper braucht, und liefern ihm dadurch notwendige Nährstoffe. Doch gesunde Ernährung beginnt keineswegs damit, dass man sich irgendein Buch über Diäten kauft oder sich stundenlang auf Youtube „Ernährungsvideos“ ansieht. Vielmehr sollte man sich in einem ersten Schritt selbst beobachten und sich intensiv mit den eigenen Gewohnheiten und dem eigenen Konsumverhalten auseinandersetzen. Es geht nicht darum sich selbst etwas zu verbieten, sondern vielmehr, die eigenen Entscheidungen bewusst zu reflektieren. Anschließend sollte man sich Schritt für Schritt einen eigenen Ernährungsplan erstellen. Das kann entweder mit Hilfe eines Ernährungsberaters, oder auch mittels Ernährungstipps ausgewählter Ernährungsplattformen geschehen. Hier können wir die Seite des Gesundheitsportals des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz empfehlen (https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/inhalt).

Unabhängig für welchen Weg man sich entscheidet, das wichtigste in Bezug auf die Ernährung ehrlich zu sich selbst zu sein…!

Was sind die World Dwarf Games?

Die World Dwarf Games (WDG) sind das größte und einzige weltweite Sportereignis, das ausschließlich für kleinwüchsige Athleten veranstaltet wird. Das vorrangige Ziel ist es, kleinwüchsige Sportler jeden Alters und jeder Kleinwuchsform, sowie auch jeder sportlichen Leistungsstufe zu motivieren an Sportarten wie Basketball, Fußball, Leichtathletik, Volleyball, Schwimmen, Tischtennis, Badminton, Bodenhockey, Boccia, Bogenschießen, Curling, Powerlifting und Schießen teilzunehmen.

Darüber hinaus können die Teilnehmer während den Spielen an zahlreichen speziellen Veranstaltungen teilnehmen, um den internationalen Austausch zu fördern und kleinwuchsspezifische Erfahrungen miteinander auszutauschen.

Sport und Kleinwuchs

Sport ist sowohl in passiver als auch in aktiver Form einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten. Sei es als Ausgleich zum stressigen Berufsleben, fürs Gemeinschaftsgefühl im Verein, zum Spaß, als Event mit Freunden oder um sich einfach fit zu fühlen. Man ist oft motiviert seine körperlichen Grenzen auszuloten und manchmal auch diese zu überschreiten.

Allerdings sind sportliche Erfolge im Alltag von Kleinwüchsigen oftmals recht überschaubar, können sie doch weder in Schulen noch in Vereinen mit ihren (meist groß gewachsenen) KollegInnen mithalten. Was folgt ist Verlust der Freude, ein Schwinden der Motivation für Bewegung und die Flucht in die körperliche Passivität.
Der allseits bekannte „innere Schweinehund“ findet noch leichter Ausreden und sorgt häufig für Übergewicht und eine ungesunde Lebensführung, was eine starke Belastung für Körper und Kreislauf aber auch die Seele darstellt.

Mit den World Dwarf Games wird den Kleinwüchsigen nicht nur der Spaß am Sport zurückgegeben, sondern es zeigt sich auch ein positiver Effekt auf das gesamte Leben. Durch Inklusion und Vermittlung von Werten wie Respekt, Toleranz und Teamgeist kommt es zum einen zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls, zum anderen wird auch die persönliche Entwicklung der kleinwüchsigen Athleten gefördert.

Kleinwuchs

Man geht davon aus, dass es etwa 650 verschiedene Kleinwuchsformen gibt. In Österreich sind rund 10.000 Menschen von einer Wachstumsstörung betroffen. In diesen Fällen ist das Wachstum von Kindern nicht altersgemäß und so liegt die Körperendgröße im Erwachsenenalter nur zwischen 70 und 150 cm.

Die Ursachen von Kleinwuchs sind ebenso unterschiedlich wie zahlreich, und reichen von hormonellen, über Schädigungen der Schilddrüse bis zu Gendefekten. Was alle diese Ursachen gemeinsam haben, ist ihre Auswirkung auf das Wachstum der Betroffenen.

Wir möchten versuchen einen Überblick über die häufigsten Kleinwuchsformen zu geben:

Familiärer Kleinwuchs

Beim familiären Kleinwuchs liegt keine krankhafte Ursache vor, sondern eine erbliche, meist ist zumindest ein Elternteil ebenfalls klein. Die Körpergröße der Betroffenen liegt lediglich unterhalb des Durchschnitts. Die Wachstumskurve der betroffenen Kinder verläuft zwar etwas unterhalb, jedoch stets parallel zum Wachstum unauffälliger Kinder. 

Konstitutionelle Entwicklungsverzögerung

Die Konstitutionelle Entwicklungsverzögerung beruht auf einer Verzögerung der biologischen Reifung; das heißt bei den Betroffenen ist die Wachstumsgeschwindigkeit verlangsamt und das Eintreten in die Pubertät verzögert. Da die Wachstumsphase verlängert ist, erreichen sie letztlich eine normale Körpergröße. Oftmals tritt die Konstitutionelle Entwicklungs-verzögerung familiär gehäuft auf, das bedeutet, dass ein oder beide Elternteile ebenfalls betroffen waren.

Hormoneller Kleinwuchs

Beim hormonellen Kleinwuchs fehlen ein oder mehrere für das Wachstum notwendige Hormone weitgehend oder vollständig. Hierzu zählen insbesondere die Hormone der Hirnanhangdrüse, der Schilddrüse und der  NebennierenrindeDer hormonelle Kleinwuchs ist die einzige Kleinwuchsform die ursächlich behandelt werden kann. So können betroffene Kinder unter frühzeitiger Zufuhr des fehlenden Hormons bis zum Ende der Wachstumsperiode eine normale Körpergröße erreichen.

Kleinwuchs nach SGA-Geburt / Silver-Russel-Syndrom

Der Begriff SGA leitet sich vom englischen Begriff „Small for Gestational Age“, übersetzt: „zu klein für das Schwangerschaftsalter“, ab und beschreibt ein Neugeborenes, dessen Geburtsmaße (Geburtsgewicht und/oder Geburtslänge) geringer sind, als man es für die Schwangerschaftsdauer erwartet. Bei 90% der betroffenen Kinder  normalisieren sich Körpergröße bzw. -länge bis zum Alter von etwa 3 Jahren, die verbliebenen 10% bleiben dauerhaft klein (SGA-Kleinwuchs). In solchen Fällen ist jedoch eine Behandlung mit spezifischen Wachstumshormonen möglich. Die Ursachen für SGA sind vielfältig und können bei der Mutter (chronische Krankheiten, Medikamente, Rauchen oder Alkohol in der Schwangerschaft), beim Kind (vorgeburtliche Infektionskrankheiten, Störungen des Erbguts) oder in der Funktion des Mutterkuchens (Plazenta) liegen.

Silver-Russel-Syndrom

Beim Silver-Russel-Syndrom handelt es sich um eine besondere Form des intrauterinen (bereits im Mutterleib beginnend) Kleinwuchses. Bei der Geburt fallen die betroffenen Kinder trotz einer normalen Schwangerschaftsdauer durch einen deutlichen Wachstumsrückstand auf. Typische körperliche Merkmale sind ein relativ großer Kopf mit dreieckigem Gesicht und spitzem Kinn. Auch der Drang zur Nahrungsaufnahme ist bei betroffenen Säuglingen deutlich eingeschränkt. Die Endgröße liegt bei etwa 140cm (Frauen) bzw. 150cm (Männer). In manchen Fällen können betroffene Kinder mit spezifischen Wachstumshormonen behandelt werden.

Achondroplasie

Bei der Achondroplasie handelt es sich um eine angeborene Wachstumsstörung des Knorpel- bzw. Knochengewebes (einer sog. Skelettdysplasie). Eine Achondroplasie führt zu einem dysproportionierten Kleinwuchs. Betroffene erreichen im Erwachsenenalter eine Körpergröße von etwa 125-130 cm. Charakteristisch sind: ein relativ großer Kopf, eine nach vorne gewölbte Stirn und eine eingezogene Nasenwurzel. Der Rumpf ist normal groß, jedoch sind Arme und Beine verkürzt und leicht gekrümmt.

Pseudoachondroplasie

Bei der Pseudoachondroplasie handelt es sich um eine angeborene, jedoch bei der Geburt noch nicht erkennbare Wachstumsstörung des Knorpel- bzw. Knochengewebes (einer sog. Skelettdysplasie). Ab dem Kleinkindesalter (zweites bis viertes Lebensjahr) kommt es zu einer Wachstumsverzögerung, die besonders die Arme und Beine betrifft. Das Schädelwachstum ist normal.

Osteogenesis Imperfecta (Glasknochenkrankheit)

Bei der Osteogenesis imperfecta ist eine genetische Erkrankung des Bindegewebes, die sich durch eine unvollständige Knochenbildung mit damit einhergehender erhöhter Brüchigkeit der Knochen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden sieben unterschiedliche Formen von Osteogenesis imperfecta unterschieden, wobei die Schwere der Erscheinungsformen individuell stark unterschiedlich ist. So kann beispielsweise eine Person nur wenige Knochenbrüche, eine andere Person hingegen hunderte von Knochenbrüchen im Laufe ihres Lebens erleiden.

Seltene Skelettdysplasien

3M-Syndrom

Beim 3M-Syndrom handelt sich um eine sehr seltene Skelettdysplasie, die durch bereits im Mutterleib einsetzendem Kleinwuchsmit, auffälliger Kopf- und Gesichtsform sowie mit Veränderungen an den Rippen und den Wirbelkörpern gekennzeichnet ist. Die Betroffenen erreichen eine Endgröße von etwa 120-130cm. 

Diastrophische Dysplasie

Bei der Diastrophische Dysplasie handelt es sich um eine sehr seltene Skelettdysplasie, die durch Kleinwuchs, kurze Extremitäten und Gelenkdeformationen auffällt. Die Betroffenen fallen durch kurze Arme, Beine, kurzen Hals, Klumpfüße, eine Daumenfehlstellung und manchmal durch eine Gaumenspalte auf. Die Gelenkdeformationen sind erblich und gehen mit eingeschränkter Beweglichkeit einher. Die Körpergröße variiert zwischen 90cm und 130cm. 

Phosphatdiabetes

Beim Phosphatdiabetes handelt es sich um eine Knochenstoffwechselstörung, die durch eine geringe Festigung der Knochen und dadurch einhergehender O-Bein-Stellung gekennzeichnet ist. Ursächlich ist eine gestörte Reabsorption von Phosphat in der Niere, wodurch zu viel Phosphat mit dem Harn ausgeschieden wird. Dadurch kommt es zu schweren Knochenwachstumsstörungen ähnlich wie bei Rachitis, weil Phosphat die Einlagerung von Calcium in die Knochen beeinflusst. Betroffene erreichen im Erwachsenenalter eine Körpergröße zwischen 145 cm und 165 cm.

Kleinwuchs aufgrund chromosomaler Störung 

Krankheitsbilder, bei denen es zu einer veränderten Chromosomenzahl oder einem Fehler im Erbgut kommt, können auch zu Kleinwuchs führen. Typische Beispiele sind Trisomie 21 (Down-Syndrom) oder das sog. Ullrich-Turner-Syndrom. 

Sekundärer Kleinwuchs

Das Wachstum eines Menschen kann auch durch diverse chronische Erkrankungen beeinflusst werden. Hierzu gehören Störungen der Verdauung, der Nierenfunktion, des Stoffwechsels und schwere Unterernährung. Eine sekundäre Wachstumsverzögerung kann bei Heilung bzw. Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankungen auch verschwinden. 

Psychosozialer Kleinwuchs

Kinder, die unter psychischer Vernachlässigung leiden, sind oftmals auch kleinwüchsig. Wobei ein solcher Wachstumsrückstand meist wieder aufgeholt werden kann, wenn sich das Umfeld ändert. Der Fachbegriff für diese Art der Vernachlässigung lautet Psychische Deprivation.